Unsere politischen Forderungen
Als Gourmet Greens Royal e.V. stehen wir für einen verantwortungsvollen, legalen und transparenten Umgang mit Cannabis. Das Cannabisgesetz hat einen wichtigen Schritt hin zu einer kontrollierten Abgabe ermöglicht. Gleichzeitig sehen wir jedoch erheblichen politischen Handlungsbedarf, um faire Wettbewerbsbedingungen für Anbauvereine zu schaffen.
Aus unserer Sicht werden deutsche Cannabis-Anbauvereine gegenüber Anbietern von Medizinalcannabis erheblich benachteiligt. Während internationale Cannabisunternehmen mit millionenschweren Werbebudgets den deutschen Markt erschließen, Online-Rezepte innerhalb weniger Sekunden vermitteln und Cannabis teilweise innerhalb von 90 Minuten an Kunden ausliefern, unterliegen Anbauvereine weitreichenden Einschränkungen.
Anbauvereine dürfen weder klassische Werbung betreiben noch ist klar definiert, wo sachliche Information über die Vereinsarbeit endet und unzulässige Werbung beginnt. Gleichzeitig ist der Versand von Cannabis an Vereinsmitglieder untersagt, sodass jede Abgabe ausschließlich persönlich vor Ort erfolgen darf. Verstöße gegen diese Regelungen können mit Bußgeldern von mehreren zehntausend Euro geahndet werden.
Wir setzen uns deshalb für eine sachgerechte Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen ein und fordern:
1. Aufhebung der Mitgliederbegrenzung von 500 Personen
Die starre Begrenzung auf maximal 500 Mitglieder pro Anbauverein ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar und erschwert einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Betrieb. Die maximale Mitgliederzahl sollte aufgehoben oder deutlich angehoben werden.
2. Aufhebung des Werbeverbots für Anbauvereine
Anbauvereine müssen die Möglichkeit erhalten, sachlich über ihre Arbeit, ihre Qualitätsstandards und ihre Angebote zu informieren. Es braucht eine klare rechtliche Abgrenzung zwischen zulässiger Information und unzulässiger Werbung. Transparenz darf nicht bestraft werden.
3. Zulassung des Versands an Vereinsmitglieder
Die persönliche Abholung jeder einzelnen Cannabisabgabe verursacht einen erheblichen organisatorischen Aufwand und benachteiligt insbesondere berufstätige, ältere oder mobilitätseingeschränkte Mitglieder. Ein sicherer, gesetzlich geregelter Versand ausschließlich an registrierte Vereinsmitglieder sollte ermöglicht werden.
4. Klare Trennung zwischen Medizinalcannabis und Konsumcannabis
Wir fordern eine konsequente Trennung zwischen der medizinischen Versorgung und dem Freizeitkonsum. Medizinisches Cannabis muss ausschließlich Patienten vorbehalten sein, die eine tatsächliche medizinische Indikation besitzen. Gleichzeitig sollte verhindert werden, dass das Medizinalsystem zur Umgehung der Regelungen für den Freizeitkonsum genutzt wird.
Unser Ziel
Wir fordern keine Sonderbehandlung für Anbauvereine. Wir fordern faire Wettbewerbsbedingungen.
Wenn internationale Unternehmen Cannabis in Deutschland bewerben, digital verschreiben und versenden dürfen, dürfen verantwortungsvoll arbeitende, gemeinnützige Anbauvereine nicht gleichzeitig durch unverhältnismäßige Einschränkungen benachteiligt werden.
Unser Ziel ist eine moderne, faire und rechtssichere Regulierung, die Verbraucher schützt, den Jugendschutz stärkt und gleichzeitig den legalen Markt gegenüber dem Schwarzmarkt nachhaltig fördert.